Abel Tasman Coast Track
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Abel Tasman Coast Track

Der Abel Tasman Coast Track ist ein 51 Kilometer langer Great Walk im Abel Tasman National Park im Norden der neuseeländischen Südinsel. Der Küstenwanderweg führt entlang mehrer sichelförmiger Buchten mit gelben Sandstrand und dem türkisen Wasser der Tasman Bay.

Perfekt wirkt das Farbspiel durch die tiefgrünen Baumfarne und Nikaupalmen. Gelb, türkis, grün – Wanderer, die diese Facette Neuseelands bewundern, fühlen sich leicht in die Südsee oder Karibik versetzt.

Der Abel Tasman Coast Track führt von Marahau im Süden des Nationalparks nach Wainui im Norden und kann in beide Richtungen gegangen werden. Am Startpunkt absetzen oder am Endpunkt abholen lassen kann man sich vom Wassertaxi.

Wer den ganzen Track läuft, benötigt dafür in der Regel 3-5 Tage. Sicher, ein geübter Wanderer kann die Strecke auch schneller bewältigen. Doch warum sollte man sich beeilen? Schließlich gibt es zahlreiche wunderschöne Strände zu genießen, die immer wieder zum Baden oder einfach nur zum Relaxen und Schauen einladen.

Wer über als Wanderer über Nacht im Park bleibt, lernt zudem dessen stillere Seite kennen – tagsüber wird der Abel Tasman National Park nämlich auch von zahlreichen Tagesausflüglern frequentiert, die eine kürzere Wanderung oder eine Seekajak-Tour unternehmen.

Entlang des Abel Tasman Coast Track gibt es vier Hütten, die Wanderern Unterkunft bieten. Wer sein eigenes Zelt trägt, hat buchstäblich die Qual der Wahl: Längs des Wanderwegs befinden sich 18 Zeltplätze, von denen einer schöner als der andere ist. Gebucht werden muss über das Department of Conservation, das den Track verwaltet.

Wer den Weg von Süden nach Norden geht, der startet in Marahau. Über einen Damm wird eine Flussmündung überquert, dann passiert der Weg zunächst eine weite offene Landfläche. Auf der weiteren Strecke zur Appletree Bay laden zahlreiche kleine Buchten zu einem kleinen Umweg und zum Verweilen ein. Der Pfad entfernt sich von der Küstenlinie und führt durch Buchenwälder, bevor er wieder auf die Küste trifft.

Nun ist es nicht mehr weit zur Anchorage Bay, wo sich die erste Hütte – die Anchorage Hut – befindet. Neben der Hütte liegt ein paradiesisch anmutender Sandstrand, und das kristallklare Wasser bietet sich für ein erfrischendes Bad nach dem Wandertag an.

Am nächsten Tag wartet die Überquerung der Torrent Bay, die nur bei Ebbe möglich ist. Bei Flut muss ein Umweg gegangen werden. Durch Pinienwald und über eine 47 Meter lange Hängebrücke geht es weiter zur Bark Bay, wo in der Bark Bay Hut übernachtet werden kann. Die Flussmündung bei Bark Bay kann ebenfalls nur bei Ebbe überquert werden, doch auch hier gibt es eine alternative Wegstrecke.

Der Coast Track führt weiter durch Manuka-Wälder bis zu einem ehemaligen Steinbruch, dem Tonga Quarry, wo noch mächtige Granitblöcke zu sehen sind. Traumhaft ist aber auch der Blick auf das Meer und die Marlborough Sounds. Weitergehen muss man jedoch irgendwann, denn der Gezeitenfluss am Onetahuti Beach kann nur 4 Stunden vor und nach Ebbe überquert werden. Nach der Überquerung des Tonga Saddle ist jedoch bald die Awaroa Hut erreicht.

Am nächsten Tag ist das Awaroa Inlet zu überqueren – dies ist nur bei Ebbe möglich. Über Waiharakeke Bay, wo einst eine Sägemühle betrieben wurde, Goat Bay und einen höher gelegenen Aussichtspunkt führt die Strecke nach Totaranui. Wer möchte, kann sich bereits hier vom Wassertaxi abholen lassen.

Der Abel Tasman Coast Track führt jedoch noch ein Stück weiter. Entlang bezaubernder Sandstrände und durch Kanuka-Wälder geht es zur Whariwharangi Hut, der letzten – oder ersten – Hütte am Track. Entlang eines kleinen Baches und über einen Sattel mit großartigem Ausblick geht es zum Parkplatz am Wainui Inlet, dem offiziellen Endpunkt des Tracks. Auch diese Strecke sollte man in Abhängigkeit von den Gezeiten planen: Das Wainui Inlet kurz vor dem Parkplatz kann nur zwei Stunden vor und nach Ebbe überquert werden.